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Mikroplastik und die Umwelt

Wie lange verbleiben Textilfasern in der Umwelt?

In den Medien wird zunehmend über Plastik im Meer berichtet. Umweltschützer warnen vor großen Kunststoffmengen, die in die Ozeane gelangen. Und schon bei einer einfachen Internetsuche finden sich ergreifende Bilder von in weggeworfenen Plastiktüten gefangenen Fischen oder von Walen und anderen Meeressäugern, die infolge der ungewollten Plastikaufnahme verendeten.  

Geyer et al.  zufolge wurden etwa 60 % (fast 5 Milliarden Tonnen) der zwischen 1950 und 2015 industriell hergestellten Kunststoffe entsorgt. 600 Millionen Tonnen davon sind Kunststofffasern. In der Regel werden Kunststoffe auf Deponien entsorgt. In einigen Fällen aber gelangen diese in den natürlichen Lebensraum, wo sie erheblichen Schaden anrichten können.  

Eriksen et al.  schätzen, dass über 5,25 Billionen Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 270.000 Tonnen in den Meeren dieser Welt treiben. Mikrofasern haben in der Regel eine maximale Länge von 5 Millimetern. In der jüngsten Vergangenheit hat das Interesse an dieser größtenteils unsichtbaren Seite des Kunststoffproblems zugenommen. Mikroplastik wirkt sich möglicherweise auf das Ökosystem und die Gesundheit von Mensch und Tier aus, da die Kunststoffteilchen das Nahrungsnetz durchdringen und sich überall auf dem Planeten verbreiten. Die Kunststoffteilchen können auch andere schädliche Schadstoffe anziehen und absorbieren, die dann von Fischen aufgenommen werden, wodurch eine Bioakkumulation toxischer Substanzen entsteht.

In einer jüngst in PLOS One  veröffentlichten Studie waren 81 % der untersuchten Leitungswasserproben, 100 % von insgesamt zwölf untersuchten US-amerikanischen Biermarken sowie 100 % der untersuchten Meersalzproben mit Mikroplastik verunreinigt. Eine Kernfrage ist, wo das Mikroplastik herkommt. Ein Großteil stammt höchstwahrscheinlich von den auf 85 Millionen Tonnen geschätzten jährlich hergestellten Polyesterfasern, die vor allem bei der Verarbeitung von Bekleidung und Einrichtungsgegenständen Anwendung finden.  

Bei der Reinigung der Gewebe entstehen Mikrofasern, die über das Abwasser in den Kläranlagen landen, wo ein gewisser Anteil der Fasern herausgefiltert und im Klärschlamm gebunden wird. Während die nicht herausgefilterten Fasern direkt in die natürlichen Wasserläufe gehen, wird der Klärschlamm in der Regel getrocknet und auf Agrarflächen verteilt, wodurch viele der aus dem Abwasser eigentlich bereits beseitigten Fasern auf Umwegen schlussendlich ins Meer gelangen. 

Auch das Reinigen von Baumwollbekleidung dürfte ein Grund für die Wasserverschmutzung durch Cellulosemikrofasern sein. Es ist allgemein bekannt, dass Baumwolle und andere Naturfasern wie Wolle auf natürliche Weise abgebaut werden, wenn sie in die Umwelt gelangen. Doch wie schnell und in welchem Umfang geschieht dies? Und wie schneidet die Baumwolle im Vergleich zu Mikroplastik ab? Forscher des State College of Natural Resources in North Carolina (USA) gingen dieser Frage nach, indem sie untersuchten, was mit Partikeln aus Baumwolle, Polyester, Viskose sowie aus einem Polyester-/Baumwollgemisch in der Umwelt geschieht. Beschleunigte Waschprüfungen und Abbaubarkeitsstudien ergaben, dass Baumwollfasern zwar Mikrofasern abgeben, diese im Salz- und Süßwasser sowie in Kläranlagen im Gegensatz zu Mikroplastik jedoch schnell abgebaut werden. Sie kommen zu dem Schluss, dass Baumwollfasern umweltfreundlicher sind als Polymerfasern. 

Als bedeutender Mitverursacher des Mikrofaserproblems müssen Textilhersteller umweltbewusste Entscheidungen treffen, um negative Auswirkungen auf die Umwelt auf ein Mindestmaß zu reduzieren. COTTON USATM schafft Abhilfe. Baumwolle ist eine starke und natürliche Faser, deren Anwendungen noch nie so innovativ gewesen sind wie heute (Beispiel: Baumwollfleece). US-Baumwolle wird nach höchsten Nachhaltigkeitsstandards angebaut und ist schnell biologisch abbaubar. Baumwolle ist von Anfang bis Ende ihres Lebenszyklus die bessere Wahl für die Umwelt und Ihr Geschäft.  



Die Inhalte dieses Artikels entstammen einem Vortrag, den Jesse Daystar im November 2018 auf dem Outdoor Retailer Winter Market in Denver, Colorado (USA), hielt. Alle in diesem Artikel enthaltenen Daten wurden von dem Autor angeführt. Herr Daystar ist der Nachhaltigkeitsbeauftragte von Cotton Inc.

Zitierte Quellen 

i. Geyer, R.; Jambeck, J. R.; Law, K. L. Production, Uses, and Fate of All Plastics Ever Made. Sci. Adv. 2017, 3 (7), 5.

ii. Eriksen, M. et al. Plastic Pollution in the World’s Oceans: More than 5 Trillion Plastic Pieces Weighing over 250,000 Tons Afloat at Sea. PLoS One 9, 1–15 (2014).

iii. Kosuth, M., Mason, S., & Wattenberg, E. (2018). Anthropogenic contamination of tap water, beer, and sea salt. PLOS One.